Monika Kautz Rechtsanwalt

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Trennung

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Rechtsanwalt Hürth Trennung Kautz

Getrenntleben setzt voraus, dass ein Ehepaar keine häusliche Gemeinschaft mehr bildet (Trennung von Tisch und Bett) und mindestens ein Ehepartner die eheliche Lebensgemeinschaft ablehnt. Die Ablehnung muss nach außen hin kommuniziert werden, das heißt eine lediglich innere Ablehnung der ehelichen Lebensgemeinschaft genügt nicht.

 

Ein Getrenntleben ist Voraussetzung für eine Scheidung. Die Eheleute müssen im Regelfall mindestens ein Jahr getrennt leben, bevor die Scheidung erfolgen kann.

Getrenntleben innerhalb einer Wohnung

Es kann auch ausreichen, dass die Trennung innerhalb derselben Wohnung oder desselben Hauses erfolgt.

 

Auch hierfür ist eine vollständige Trennung erforderlich. Eine vollständige Trennung setzt voraus, dass man in verschiedenen Zimmern schläft, getrennt wirtschaftet und praktisch keine Dienstleistungen mehr füreinander erbringt (zum Beispiel nicht für den anderen kocht, wäscht etc.).

 

Die Ehepartner müssen nicht vollständig verfeindet sein. Man darf Kontakt miteinander haben, jedoch nicht mehr wie ein Ehepaar. Die Ehepartner müssen sich im Alltag mehr oder weniger aus dem Weg gehen. Man darf sich gelegentlich helfen, sollte aber im Prinzip keine gemeinsamen Aktivitäten mehr haben.

 

Ehepartner, die in getrennten Zimmern schlafen, aber gemeinsam Abendessen und die Wochenenden zusammen verbringen, leben nicht getrennt.

 

Die Trennung innerhalb der Wohnung muss in der Regel nicht nachgewiesen werden. Das Gericht kommt nicht zur Überprüfung der Aufteilung der Wohnung vorbei.

Scheidungsantrag bei weniger als einem Jahr Trennungszeit

Bis auf seltene Ausnahmefälle, muss das Trennungsjahr immer eingehalten werden. Selbst bei einer Trennung in der Hochzeitsnacht muss deshalb grundsätzlich das Trennungsjahr abgewartet werden.

 

Falls die Trennung vor weniger als einem Jahr stattfand, kann die Ehe nur geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde (§ 1565 Abs. 2 BGB).

 

Auch wenn beide Ehepartner die Scheidung wollen, ist dies nur möglich, wenn ein besonderer Grund vorliegt.

 

Bei einer kürzeren Trennungszeit als einem Jahr liegen die Voraussetzungen für eine Scheidung vor, wenn es dem einen Ehepartner völlig unzumutbar ist, nach länger mit dem anderen verheiratet zu sein und es ihm nicht zumutbar ist, das Trennungsjahr abzuwarten. Dies liegt zum Beispiel in den folgenden Fällen vor:

  • Misshandlung in der Ehe
  • wenn die Ehefrau von einem anderen Mann schwanger ist

Der Grund muss in der Person des anderen liegen. Die von einem anderen Mann schwangere Ehefrau kann nicht selbst eine schnelle Scheidung verlangen. Dies kann nur der Ehemann.

Dokumentation der Trennung

Der Beginn des Trennungsjahres kann u.a. durch den Wechsel in die Steuerklasse IV im laufenden Jahr bzw. die Steuerklasse I im auf die Trennung folgenden Kalenderjahr dokumentiert werden. Eine Änderung der Meldeadresse und der Wegzug ist ebenfalls ein Kriterium dafür, ob eine Trennung vorgelegen hat.

Monika Kautz Rechtsanwalt
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