Monika Kautz Rechtsanwalt

Kaulardstraße 34, 50354 Hürth

 

Telefon: (02233) 6 71 55

Telefax: (02233) 6 67 67

kanzleikautz@ra-huerth.de

 

Umgangsrecht

Kautz - Ihr Rechtsanwalt in Hürth

Rechtsanwalt Hürth Umgangsrecht Kautz

Das Umgangsrecht ist der Rechtsanspruch eines minderjährigen Kindes, Umgang mit seinen Eltern zu haben und das Recht jedes Elternteils auf Umgang mit dem Kind (§ 1684 Abs. 1 BGB).

 

Weiter bezeichnet der Begriff Umgangsrecht auch das Recht Dritter (z.B. der Großeltern) auf Umgang mit dem Kind und das Recht des Kindes auf Umgang mit Dritten.

 

Maßgeblich für das Umgangsrecht ist das Kindeswohl. Das heißt, es geht um das gesamte Wohlergehen des Kindes und seine gesunde Entwicklung.

Umgang zwischen Eltern und Kind

Das Umgangsrecht ist vom Sorgerecht zu unterscheiden. Auch der nicht sorgeberechtigte Elternteil hat ein Recht auf Umgang mit dem Kind.

 

Wenn die Eltern getrennt leben und das Kind bei einem Elternteil wohnt, hat der andere Elternteil ein Umgangsrecht. Grundgedanke dieser Regelung ist, dass ein Kind für seine normalen Entwicklung den regelmäßigen Umgang mit Vater und Mutter braucht.

 

Der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, muss den Umgang des anderen Elternteils ermöglichen, fördern und jede Störung unterlassen.

 

Die Eltern können im Falle einer Trennung die konkrete Ausgestaltung des Umgangsrechts frei und einvernehmlich lösen. Im Falle einer Einigung bedarf es keiner Einschaltung des Familiengerichts. Nur wenn sich die Eltern nicht einigen können, entscheidet das Familiengericht über das Umgangsrecht.

Gerichtliches Verfahren

Falls das Familiengericht entscheidet, kommt es bei der genauen Regelung des Umgangsrechts auf den Einzelfall an. Ort, Zeit und Rhythmus des Umgangs werden individuell geregelt. Maßgebend ist das Kindeswohl. Hierbei werden jeweils die konkreten Verhältnisse berücksichtigt.

 

Im Verfahren sind zu hören:

  • das Kind
  • die Eltern
  • das Jugendamt

Häufig wird geregelt, dass das Kind jedes zweite Wochenende bei dem Umgangsberechtigten verbringt und dass es mit ihm ebenfalls einen längeren Zeitraum in den Schulferien verbringt.

 

Bei sehr kleinen Kindern und bei großer räumlicher Entfernung der Eltern, kann es auch andere Regelungen geben.

 

Falls ein Elternteil das Umgangsrecht des anderen beeinträchtigt, ist dies ein Verhalten, das auch an seiner Erziehungsfähigkeit zweifeln lässt. Falls beide Elternteile das Sorgerecht haben wollen und nur ein Elternteil das Umgangsrecht des anderen beeinträchtigt, kann dies zu einer entsprechend ungünstigen Sorgerechtsregelung führen.

Kosten des Umgangs

Für gewöhnlich erfolgt der Umgang ausschließlich auf Kosten des Berechtigten. Das heißt, das Kind muss auf Kosten des Berechtigten, abgeholt, zurückgebracht, untergebracht und verköstigt werden.

 

Die Kosten können aber im Einzelfall auch anders geregelt werden. So kann das Elternteil, bei dem das Kind wohnt, verpflichtet werden, sich an den Kosten für den Umgang angemessen zu beteiligen.

 

Bezüglich des Unterhalts sind sämtliche Kosten des Umgangs (beispielsweise auch die Fahrtkosten des Berechtigten) nur dann berücksichtigungsfähig, wenn sie überdurchschnittlich hoch sind.

 

Falls der Umgangsberechtigte Leistungen nach SGB II bezieht ("Hartz 4"), kann er vom Jobcenter einen Zuschuss zu den Kosten des Umgangs erhalten.

Umgangsrecht Dritter

Nach § 1685 Abs. 1 BGB besteht ein Umgangsrecht für Großeltern und Geschwister des Kindes, wenn dies dem Kindeswohl dient.

 

Auch enge Bezugspersonen des Kindes haben ein Umgangsrecht, wenn sie mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt haben (§ 1685 Abs. 2 BGB).

Monika Kautz Rechtsanwalt
Kaulardstraße 34, 50354 Hürth, Nord­rhein-West­fa­len
Telefon: (02233) 67155